Etwa 50% der Frauen leiden unter mehr oder weniger stark ausgeprägten prämenstruellen Symptomen (PMS) (Wasseransammlungen im Gewebe, Schmerzen in der Brust und aufgeblähter Bauch). Ungefähr 35% von ihnen sind so stark von diesen Symptomen betroffen, dass die normalen Aktivitäten davon beeinträchtigt sind.
Die Frauen, die von PMS betroffen sind, zeigen eine ungewöhnliche Empfindlichkeit auf das Prolaktin, welches auf einen Mangel der Synthese des Prostaglandin E1 zurückzuführen ist. Mehrere Doppelblindstudien gegen Placebo zeigen, dass der Beitrag der Gamma-Linolensäure (Nachtkerzenöl), Vorläufer des Prostaglandin E1, deutlich die Symptome des PMS reduziert. (1-3)
Diese Ergebnisse wurden noch durch eine kürzlich durchgeführte, randomisierte und kontrollierte Studie gegen Placebo unterstützt, die bei 120 freiwilligen Testpersonen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, durchgeführt wurden. (4)
Die Frauen wurden in drei Gruppen eingeteilt, und haben entweder 1g oder 2 g essentielle Fettsäuren (Gamma-Linolensäure, Ölsäure, Linolsäure, andere ungesättigte Säuren und Vitamin E) oder ein Placebo bekommen. Ihre Symptome wurden über einen Zeitraum von 6 Monaten für eine strategische Frühaufklärung erfasst.
Eine deutliche Verbesserung der Symptome wurde in der Gruppe erzielt, die 1g dieses Ergänzungsprodukts erhielt, und die Ergebnisse waren noch markanter in der Gruppe, die 2g erhielt. Die Resultate von 6 Monaten waren ebenfalls deutlicher ausgefallen als die von 3 Monaten.
Eine dieser Studien (3), betont ebenfalls den Wert einiger Nährstoffe wie Magnesium, Pyridoxin (B6), Zink und Niacin (B3), die bekannt sind, die Umwandlung von essentiellen Fettsäuren in Prostaglandin E1 zu erhöhen. Der Vorteil von Magnesium und Vitamin B6 bei der Behandlung von PMS insbesondere in Bezug auf die emotionalen Symptome wie (Depression, Reizbarkeit und Müdigkeit) wurde deutlich aufgezeigt. (5-7)
Eine Einnahme von Nachtkerzenöl (Omegabiane Nachtkerze) in der Größenordnung von mindestens 3 Kapseln pro Tag während 3 bis 6 Monaten, würde erhebleich dazu beitragen, die prämenstruellen Symptome entscheidend zu reduzieren.
(1)Brosse M, J Watson, Horrobin D, et al. Abnormal essential fatty acid levels in plasma of women with premenstrual syndrome. Am J Obstet Gynecol. 1984;150:363-6.
(2) Puolakka J et al, Biochemical and clinical effects of treating the PMS with prostaglandin synthesis precursors. J Reprod Med 30(3):149-53, 1985.
(3)Horrobin DF, Manku MS, brosse M, et al. Abnormalities in plasma essential fatty acid levels in women with premenstrual syndrome and with non-malignant breast disease. J Nutr Med. 1991;2:259-64.
(4) Essential fatty acids for premenstrual syndrome and their effect on prolactin and total cholesterol levels: a randomized, double blind, placebo-controlled study, Rocha Filho EA, Lima JC, Pinho Neto JS, Montarroyos U, Department of Maternal and Child Healthcare, School of Medicine, Federal University of Pernambuco, Recife, Pernambuco, Brazil, gReprod Health. 2011 Jan 17.
(5)Doll H et al: Pyridoxine (vitamin B6) and the premenstrual syndrome: a randomized crossover trial. JR Coll Gen Pract 39(326):364-8, 1989.
(6)Stewart A: Clinical and biochemical effects of nutritional supplementation on the premenstrual syndrome. J Reprod Med 32(6):435-41, 1987.
(7)Williams MJ et al: Controlled trial of pyridoxine in the premenstrual syndrome. J Int Med Res 13(3):174-9, 1985. Williams MJ et al: essai contrôlé de pyridoxine dans le syndrome prémenstruel J Int Med Res 13 (3) :174-9, 1985.